Die achtzehnte Seite

Manchmal frage ich mich ob es überhaupt Sinn macht meine Gedanken hier frei zu äußern, sie einfach fließen zu lassen ohne groß darüber nachzudenken. Aber schnell komme ich zum Schluss, dass es okay ist. 
Sicher ist es etwas was ich auch woanders tun könnte, aber ich will es nicht. Aktuell finde ich es okay, genauso wie es ist.
Dafür denke ich die Tage umso mehr über IHN nach. Die Sache mit dem Gewicht lässt mir einfach keine Ruhe. 
Gehört Er etwa zu den glücklichen, die alles zu sich nehmen können was sie wollen ohne auch nur einen Gramm zuzunehmen?
Oder hat Er etwa ähnliche Probleme wie ich?
Ich würde es gerne irgendwie herausfinden, weiß jedoch nicht wie. Direkt fragen ist nicht, das wäre mir viel zu unangenehm und leider glaube ich auch kaum, dass er die Wahrheit sagen würde, wenn letzteres der Fall wäre. Wir stehen uns nicht so nahe, dass Er mir diese Art von Vertrauen schenken würde.
Mein eigenes Gewicht stagniert gerade gewaltig. Es schwankt zwar immer um genau 1 Kilo, mehr aber auch nicht. Wenn Ich mit meiner Mum darüber rede will ich es nicht zugeben, aber es frustriert mich gewaltig. Dabei denkt Sie, ich wäre bei meinem absoluten Soll Gewicht, ich habe oft das Gefühl Sie versteht mich nicht wirklich. Sonst würde Sie wissen wie mich dieser und so manch anderer Kommentar zutiefst verletzen. 
Während Ich hier schreibe bricht ein neuer Tag an an dessen Abend ich ein paar meiner wirklich engen Freundinnen wiedersehen werde. Ich freue mich zwar wahnsinnig, habe aber auch gleichzeitig das Gefühl mich zu schwach und kaputt für die ganzen Aktivitäten zu fühlen, welche wir geplant haben.
Liegt wohl daran, dass mein Schlaf so ziemlich hinüber ist und ich viel zu wenig davon abbekomme. Schlafmangel führt zu Stress und Stress führt zu Essattacken und die führen zu Frust und Frust zur Schlaflosigkeit. Ein extremer Teufelskreis der hin und wieder auch in einer anderen Reihenfolge stattfinden kann, letzten Endes aber immer das gleiche Ergebnis haben wird. 
Ich wünschte ich könnte meine Zeit ein wenig besser managen, sodass mir mehr Zeit für die Dinge bleibt, welche Ich wirklich tun will. Zum Beispiel meine NaNoWriMo Story überarbeiten um Sie endlich binden zu können. Oder eine neue Geschichte beginnen, deren Idee komplett ausgearbeitet, jedoch keine Zeit hat um niedergeschrieben zu werden, Diesen November werde ich wohl kaum Zeit haben, das Auslandssemester wird meine volle Zeit in Anspruch nehmen. 
Ebenso wie ich mich manchmal frage ob solche Posts viel Sinn mache frage ich mich auch, wie ich solche Posts am besten beende. Aber ich denke derzeit wenn einem nichts mehr einfällt hört man einfach auf. Ohne viel tamtam. 

Die siebzehnte Seite

Mein Special Someone hat wunderschöne Augen in denen man versinken könnte
Mein Special Someone hat ein wunderschönes Lachen
Er sieht immer verträumt aus, wenn er lächelt
Er ist ganze 15cm größer als Ich
Wir haben die gleiche Haarfarbe
Seine Stimme hat eine unglaublich beruhigende Wirkung auf mich
Er sagt er könnte nicht singen, kann es aber doch und das ist nicht nur meine Ansicht
Mir gefallen seine Hände, ich würde meine gerne hineinlegen
Generell würde Ich gerne einmal seine Haut berühren, seine Wärme spüren
Er kann unglaublich gut tanzen
Er hat die gleichen Interessen wie ich
Ihm gegenüber werde ich zum Fisch ohne Worte
Mein Name gefällt mir, wenn Er ihn ausspricht
Er ist gerade wohl vergeben
Per Zufall habe Ich erfahren, dass wir gleich schwer sind und es deprimiert mich zutiefst. Ich will leichter sein
Er wird wohl nie mein sein
Ich wünschte, Ich könnte die Gefühle die Ich ihm gegenüber hege wegschließen

 

 

 

 

 

Die sechzehnte Seite

Ich stecke fest in einer Art Endlosschleife.
In einem Moment fühle ich mich glücklich.
Sehe in jeder Kleinigkeit etwas wundervolles und kostbares.
Habe das Gefühl die Welt in einem Licht zu sehen in dem  ich sie noch nie gesehen habe.
Tanze und Lache und freue mich.

Im nächsten Moment fühlt sich mein Herz so an als würde es jemand in seiner Faust zerquetschen wollen.
Ich weiß nicht warum, da es keinen Grund gibt sich traurig zu fühlen, da ausnahmsweise alles gut läuft.
Und dennoch ist es in den Momenten so, als würde etwas zerspringen.
Als würde ich etwas vermissen, was ich garnicht besitze.

Ich mag diese schlechten Momente nicht .
Sehne mich nach den Guten.
Ich wünschte ich könnte um mich herum eine Art Wunderland aufbauen.
Alice sein und meine Tage damit verbringen mit dem verrückten Hutmacher Tee zu trinken.
Einfach mal Kuchen essen und Tee trinken, viel reden und dabei nicht denken.
Und dann in einen Rosengarten gehen und den Duft in mich aufsogen.
Es einfach genießen, ohne diese schreckliche Angst haben zu müssen mit einem ziemlich lauten Geräusch aus meinem Traum erwachen zu müssen.

Einfach nur da sein und alles Gute im Leben aufsaugen, wie ein Schwamm.
Sich in eine Wiese legen und zu den Sternen hinaufsehen.
Die Augen schließen und den Duft von grünen Gras und frischem Heu riechen.
Einfach mal wo sein, ohne Gedanken, ohne Verpflichtung.

Die vierzehnte Seite

(Durcheinander liegende Gedanken)

Ersetzt zu werden tut weh. Beim ersten Mal, beim zweiten Mal. Was mache Ich falsch? Bin Ich so ein schlechter Mensch?

 Ich habe nicht die Probleme der anderen und Ich kann meine Probleme nicht mit ihnen teilen. Es tut weh neben anderen zu sitzen und sich trotzdem so alleine zu fühlen, als wäre man tagelang isoliert. 

Probleme mit der Familie, Probleme mit dem Geld. Ich fühle mich mit einem Essproblem fürchterlich lächerlich und fehl am Platz. Ich kann nicht darüber reden wie furchtbar fertig mich das an manchen Tagen macht. Ich will niemanden reinziehen oder belasten, gleichzeitig kommen mir die Worte: „Du hast es nicht verdient, dass es dir schlecht geht“ in den Sinn, die mir von einem Menschen gesagt wurden, der wchon lange nicht mehr in meinem Leben existiert. 

Ich sollte eigentlich aus meinen Fehlern lernen, aber Ich lasse mich wieder und wieder verletzen. Eigentlich wäre alles und jeder besser ohne mich dran. 
Ich werde wieder rausgehen. Lächeln. Innerlich weinen aber nichts anmerken lassen.

Wenn es darauf ankommt bin Ich allein. Ich werde wohl nie zählen….

Die elfte Seite

Als normaler Mensch fühlt man sich wie ein Niemand.
Entbehrlich und meh.
Wenn man sich nicht den Arsch aufreißt und viel Tut wird man abgeschrieben und wenn man es tut wird man ignoriert und weggeworfen, sobald etwas besseres gefunden wurde. 
Ich will nicht mehr so leben.
Ich wünschte, mir könnte jeder egal sein. 

Die neunte Seite

Heute sagte eine Freundin zu mir, dass die Grenzen zwischen mir und einem vom mir erfundenen Chara langsam verschwimmen.
Ich antwortete, dass man, wenn Es danach ginge mich in acht Teile splitten könnte.
Rena
Ava
Ariana
Angel
Irene
Celes
Diana
Jane
Ich sehe mich nicht als ein Mensch der sich in acht verschiedene Menschen splitten kann.
Die oben genannten Figuren sind Charaktere, die Ich für RPGs oder Geschichten erfunden habe.
Man kann wohl sagen, dass jede dieser Figuren einen Teil von mir besitzt, sonst könnte Ich beim Schreiben der Geschichten kein Herzblut reinlegen. So hat Angel etwas von meiner Essstörung, Ariana meine traurigen Phasen und Ava eine gewisse Hartnäckigkeit für gesetzte Ziele.  Aber Ich wechsle im Alltag nicht zwischen ihnen.
Im Alltag bin Ich Ich, wenn auch nicht in der gewünschten, ausgereiften Form.
Vielleicht hat diese Freundin, die die Geschichten Figur Rena kennt ja doch Recht. Da Rena immer etwas mehr für mich war als eine von mir erfundene Storyfigur. Sie war schon immer Ich in der mir gewünschten Form, aber das könnte Ich meiner Freundin natürlich niemals sagen.

Die achte Seite

Sich einsam fühlen.
Unverstanden.
Dumm.
Heim wollen. 
Weinen.
Wieder zurück wollen zu alten Verhaltensmustern.
Zurück zu alten Gewohnheiten.
Das Gefühl von Kraftverlust.
Die eigenen Gedanken hassen.
Tages TO DO Listen schreiben um Kontrolle zu gewinnen.

Liebe für die Fiktion empfinden.
Liebe für jemand Realen empfinden.
Sich nicht gut genug fühlen.
Besser werden wollen.
Sich dazu zwingen.

Die siebte Seite

Meine Lieblingssynonyme für
„Ich hab keinen Bock mit dir zu reden also verpiss dich“
sind ja
„Okay“
„Hm“
und
„:)“

Garnicht antworten geht natürlich auch

Aber Hauptsache es einem nicht ins Gesicht sagen/schreiben damit man nicht mehr deprimiert ist und sich denken kann:
Wieso gebe Ich mir für dich überhaupt die Mühe, Ich bekomme eh nichts zurück als „Okay“
„Hm“
und
„:)“